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Eigene Nachzucht der Griechischen Landschildkröten verkaufen

Griechische Landschildkröten verkaufen 

Wer griechische Landschildkröten besitzt und es geschafft hat, dass die Lieblinge Nachwuchs bekommen, steht vor dem nächsten Problem: die Jungtiere verkaufen.

Dabei ist es selbstverständlich, dass die Tiere zunächst erst einmal angemeldet werden müssen. In Berlin kann die Beantragung der Papiere schon einmal bis zu einem Jahr dauern. Das bedeutet, dass die Babys auch erst mit einem Jahr verkauft werden können. Hinzu kommt, dass die Papiere auch nicht kostenfrei sind. Es scheint, als ob eine seriöse Anmeldung der Tiere  nicht wirklich gewünscht ist. 

Hat nun nach einem Jahr endlich die EG-Bescheinigung vom Amt, so darf man die Schildkröten-Babys offiziell verkaufen. Allerdings: Wo?

Griechische Landschildkröten verkaufen

Griechische Landschildkröten verkaufen

 

Verkaufen der Schildkröten

Unter ebay? Hier werden generell keine Tiere gehandelt.

Unter ebay-Kleinanzeigen? Auch hier kann man die Tiere nicht verkaufen. Warum? Ebay-Kleinanzeigen hat eigene Regeln aufgestellt. Hiernach dürfen artgeschützte Tiere inseriert werden, die im Anhang B gelistet sind (siehe http://www.wisia.de) – so beispielsweise die Steppen- oder Vierzehenlandschildkröten. Nicht gehandelt werden dürfen artgeschützte Tiere aus Anhang A – so beispielsweise die Griechischen Landschildkröten. Diese Argumentation ist in keiner Form nachvollziehbar, da sowohl für Vierzehenlandschildkröten als auch für die Griechischen Landschildkröten EG-Bescheinigungen für den Verkauf beantragt werden müssen. 

Wo könnte man die Tiere noch verkaufen?

  • Vielleicht in einem Zooladen in der Nähe.
  • Bei Freunden der Kinder.
  • Als Kleinanzeige auf speziellen Tierseiten oder im Forum, wie beispielsweise www.deine-tierwelt.de oder quoka.de

Man sollte sich auf jeden Fall nicht entmutigen lassen und dennoch die Tiere unbedingt nur mit Papiere verkaufen und wenn Seiten wie ebay-kleinanzeigen keine Verkäufe zulassen, schaden sie sich langfristig selbst und geben anderen Plattformen dadurch die Chance an Stärke zu gewinnen.

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Schildkröte in Berlin entlaufen / gefunden

Schildkröte in Berlin entlaufen / gefunden

Vor 2 Tagen, am 5. September 2013, wurde eine kleine Schildkröte in Berlin gefunden. Dieses Tier wurde war im Tegeler Forst auf Wanderschaft und wurde in der Hundeauslaufzone (am Semmelweg) entdeckt. Es handelt sich bei der Schildkröte um eine kleine griechische Landschildkröte. Diese ist vermutlich 3 Jahre alt, so dass das Geschlecht noch nicht erkennbar ist.

Nette Finder haben die Schildkröte nun in unserer kleinen Schildkrötenfarm abgegeben. Die Schildkröte ist gesund und munter. Gesucht werden nun ihre Besitzer. Wem vor kurzem eine Landschildkröte in Tegel entlaufen ist, der kann sich gern hier melden. Als Nachweis sind Cites und/oder Fotos sehr hilfreich.

Hinweis: Sofern das Tier ausgesetzt worden ist, bitten wir die Besitzer trotzdem, sich bei uns zu melden. So könnte das Tier seine Cites-Bescheinigung bekommen und einen neuen Besitzer finden. 

Landschildkröten kaufen

Wo kann und sollte man junge Landschildkröten kaufen?

Häufig stellen sich künftige Schildkrötenbesitzer die Frage, wo man am besten eine kleine Landschildkröte kaufen kann. Ist es überhaupt empfehlenswert eine Schildkröte im Baumarkt oder im Zooladen zu kaufen?

Schildkröten werden generell in den verschiedensten Fachzeitschriften, auf verschiedenen Online-Portalen, in Zooläden, Baumärkten aber natürlich auch direkt von Züchtern angeboten.

Wer das Gespräch mit einem erfahrenen Züchter sucht und noch die verschiedensten Tipps zur Haltung bekommen möchte, der sollte das Tier natürlich direkt bei einem Züchter kaufen. Ansonsten kommen natürlich die Tiere aus Zooläden und Baumärkten ebenfalls direkt von einem Züchter.

 

Wo kann und sollte man kleine Landschildkröten kaufen?

 

Ebenfalls wichtig ist, dass die Tiere auch “Papiere” haben. Alle Landschildkröten gehören zu den gefährdeten Arten und sind gesonderten Schutzbestimmungen unterworfen. Jedes Tier muss daher registriert sein und erhält einen so genannten “Ausweis” (CITES-Bescheinigung). Das Tier muss daher bei der zuständigen Naturschutzbehörde angemeldet werden. Außerdem muss der Züchter (oder der Händler) selbst einen Nachweis der Befreiung vom Vermarktungsverbot besitzen. Jede Schildkröte wird dokumentiert und der Verbleib kann jederzeit nachverfolgt werden. Wer Schildkröten ohne Papiere erwirbt und sie nicht anmeldet, muss aufgrund “illegaler Haltung” mit Geldbußen rechnen.

Da Züchter sich gern diesen enormen bürokratischen Aufwand sparen möchten, kann es manchmal passieren, dass Jungtiere ohne Papieren angeboten werden. Ebenso kann es sein, dass vermeintliche Züchter eventuell keine Züchter, sondern nur Händler sind. Das bedeutet, wer bei einem Züchter kauft, sollte sich auch unbedingt den Alt-Tierbestand ansehen.

Ferner bieten auch Schildkrötenzüchter aus dem Ausland (Süd- und Osteuropa) günstige Tiere zum Kauf an. Meine Empfehlung: Finger weg. Dieser Kauf ist nicht nur illegal. Die Erfahrung zeigt, dass diese Tiere oftmals bereits schwerwiegende Schädigungen aufgrund schlechter Haltung (insbesondere Wassermangel) besitzen.

 

Checkliste für das Kaufen von Landschildkröten

Wer sich nun für einen Anbieter entschieden hat, steht nun meist vor der Wahl: Mehrere bildhübsche Jungtiere sitzen nebeneinander…

Wählen sollte man möglichst nicht  aus “sicherer Entfernung”. Sondern das Tier sollte genauesten “untersucht” werden. Was sollte es können oder besitzen:

  • Die Landschildkröte sollte möglichst schon im Gehege aktiv sein. Eventuell kann man dem Tier auch Futter anbieten, welches im Optimalfall gern genommen wird.
  • Die Schildkröte sollte kräftig sein und sich so beispielsweise zwischen den Fingern der Hand gut festhalten können. (Achtung: das Tier niemals aus großer Höhe auf die Erde fallen lassen!). Beim Laufen sollte sich der Bauchpanzer deutlich über dem Erdboden befinden.
  • Das Tier sollte keine Verletzungen am Panzer oder auf der Haut aufweisen.
  • Die Augen sollte klar und nicht verklebt, trüb oder gar eingefallen sein.
  • Wichtig: Man sollte am Tier lauschen.  Die Schildkröte sollte keinesfalls Atemgeräusche (pfeifen, schniefen oder ähnliches) von sich geben. Schleim vor der Nase oder dem Mund ist ebenfalls absolut tabu. 
  •  Bei Kauf erwachsener (älterer) Landschildkröten: Sie sollten keine großen Höcker besitzen. Das gilt beispielsweise für die griechische Landschildkröte, die maurische Landschildkröte und auch die Steppenlandschildkröte. (Einzelne, eher seltene Arten, die naturgemäß Höcker besitzen sind hier natürlich ausgenommen.)

 

Wann sollte man eine Landschildkröte kaufen?

Im Gegensatz zu Säugetieren, Vögel oder Fischen, sollte man Landschildkröten nicht zu jeder Jahreszeit kaufen. Im Winter ist ihre natürliche “Winterruhe”. Man kann von den Tieren im Winter keine hohen Aktivitäten erwarten. Günstig ist es also, die Tiere nicht während der Winterruhephase zu kaufen und ebenfalls nicht kurz vorher oder kurz nachher. Fazit: Der optimale Zeitpunkt liegt zwischen Mai und September.

 

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Machen Schildkröten viel Arbeit?

Machen Schildkröten viel oder wenig Arbeit?

” Machen Schildkröten “viel” Arbeit? ” – Diese Frage stellen sich viele potentiellen Schildkrötenhalter vor dem Kauf eines Tieres. Es ist in der Tat schwer zu beurteilen, ob es viel Arbeit macht ein solch kleines und “ruhiges” Tier zu pflegen, zumindest wenn man selbst noch keine Erfahrungen mit der Haltung dieser Tiere machen konnte.

Daher hier ein kleiner Beitrag zu den Kosten und zum Zeitaufwand, die mit der Haltung von Landschildkröten verbunden sind.

Machen Schildkröten viel Arbeit?

Machen Schildkröten viel Arbeit?

 

 

1. Machen Schildkröten viel Arbeit? – Punkt 1 – Zeit

Einmalige Arbeit

Einmalig ist natürlich ein erheblicher Zeitaufwand erforderlich, um ein ausbruchssicheres Freigehege mit Schutzhütte und Trink- bzw. Badestelle, eventuell Beheizung, eventuell ein Frühbeetkasten und entsprechende Bepflanzung herzustellen.

Zusätzlich kann es erforderlich sein ein Terrarium entsprechend auszustatten. 

Jährliche Arbeit

Mindestens einmal jährlich steht natürlich eine “Grundreinigung” und Neugestaltung des Geheges an. Eventuell sind einzelne Bereiche an der Schutzhütte auszubessern und Trinkstellen, Bepflanzungen etc. sind zu erneuern. Im Terrarium ist eventuell die Beleuchtung zu erneuern oder das Substrat auszutauschen. Ferner sollte einmal im Jahr die Schildkröte untersucht werden bzw. eine Kotprobe der Schildkröte untersucht werden.

Wöchentliche Arbeit

Mindestens einmal wöchentlich sollte man sich mit dem Tier sowie der Pflege / Reinigung des Geheges etwas intensiver beschäftigen. Das Terrarium oder die Beleuchtung sind zu reinigen. Die Funktionsfähigkeit der Beheizung, Beleuchtung etc. ist überprüfen. Viele Schildkrötenhalter baden ihre Tiere auch einmal wöchentlich. Wenn die Tiere eine eigene Badestelle haben, die sie jederzeit nutzen können, ist es sicherlich nicht unbedingt erforderlich. Der Vorteil ist natürlich, dass man beim “kontrollierten” Baden und füttern gut erkennen kann, wie es dem Tier geht und ob es irgendwelche Probleme hat.

Tägliche Arbeit

Die Schildkröten sollten täglich gefüttert werden. An kalten oder regnerischen Tagen ist sicherlich auch mal ein “Fastentag” möglich. Ansonsten gilt: Die Tiere benötigen täglich frisches Futter und natürlich auch täglich frisches Wasser. Das bedeutet beispielsweise: täglich auf die Wiese gehen und frische Gräser und Kräuter sammeln! Zugleich ist altes Futter zu entfernen und die Badestelle zu reinigen. 

Eventuell ist auch der Eiablageplatz täglich zu überprüfen.

 

2. Machen Schildkröten viel Arbeit? – Punkt 2 – Kosten

Noch ein Punkt, den es zu berücksichtigen gilt: die Kosten. Neben den eigentlichen Anschaffungskosten für die Schildkröte, stehen noch deutlich höhere Kosten für die Anschaffung des Terrariums, deren technische Ausstattung und für die Einrichtung des Freilandgeheges an. Auch wenn man einen Großteil der Einrichtung selbst bauen kann (mit etwas Geschick), so stehen doch auch erhebliche technische Investitionen an. Ferner ist dauerhaft mit erhöhten Energiekosten für die Beheizung und für die Beleuchtung zu rechnen; sowohl im Freiland als auch im Terrarium. 

Nicht zu vergessen ist hierbei, dass die Tiere vergleichsweise viel Auslauf benötigen.

 

3. Machen Schildkröten viel Arbeit? – Punkt 3 – Urlaub

Der wohl wichtigste Punkt: Wohin mit den Tieren im Urlaub? Für diesen Punkt benötigt man unbedingt einen “Notfallplan”. Verreisen kann man gewöhnlich nicht mit der Schildkröte. Das bedeutet, wird die Schildkröte im Terrarium gehalten, benötigt man unbedingt eine Vertretung. Im Freilandterrarium können die Tiere auch für kurze Zeit (ein bis zwei Tage) ohne Betreuung auskommen – allerdings nur, wenn das Terrarium entsprechend gesichert ist. In Berlin stellt beispielsweise der Fuchs nachts eine große Gefahr für Schildkröten im Freiland dar. Ebenfalls könnte unbemerkter Stromausfall zu entsprechenden Problemen führen.

Die Vertretung sollte also vorher genauestens in die anstehende Arbeit eingewiesen werden. Eine Checkliste mit genauer Fütterungsanleitung, mit der Adresse vom Tierarzt und vor allem mit den eigenen Kontaktdaten vom Urlaubsort sollte unbedingt dazugehören.  

 

Übrigens: Die Schildkröte während des Urlaubs im Sommer einfach in den Kühlschrank “stecken”, davon muss dringendst abgeraten werden. Sicherlich überleben die Tiere diese Aktion, doch die Schildkröte “merkt” im Juli / August selbst im Kühlschrank, dass eigentlich Hochsommer ist. Und letztendlich ist gerade der Hochsommer ihre aktivste Zeit und diese wird benötigt, um Kräfte für den Winter zu sammeln. 

 

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Aufwachen der Landschildkröte nach der Winterruhe

Aufwachen der Landschildkröte nach der Winterruhe

Es ist soweit – das Frühjahr ist da! Alle Landschildkröten sind wieder wach und fressen …

Trotz des milden Winters haben glücklicherweise alle Schildkröten den Winter gut überstanden. Die ersten haben vor knapp 3 Wochen angefangen in ihren Überwinterungsboxen unruhig zu werden. Draußen gab es zu dieser Zeit bereits erste warme Tage mit bis zu 16 °C Tageshöchsttemperatur und viel Sonnenschein. Die Nächte waren allerdings noch sehr kalt.

Das erste Aufwachen der Landschildkröte

Ich habe beim ersten kratzen der Schildkröten in ihren Kisten angefangen sie stückweise herauszuholen. Dabei läuft es bei uns so ab, dass die Tiere nach dem Aufwachen zunächst in unsere warme Wohnung geholt werden. Das Einstreumaterial wird teilweise entfernt und bei Raumtemperatur können sie nun langsam aufwachen. Nach den ersten Bewegungen wird das Tier in lauwarmes Wasser gesetzt – zum Baden und vor allem zum Trinken. Fressen wollen die Tiere am ersten Tag grundsätzlich noch nichts.

Dieses Procedere wird dann täglich wiederholt. Das heißt, das Tier darf täglich warm baden (und trinken). Direkt neben der Badestelle (die eigentlich unsere Dusche ist) haben wir eine Futterecke eingerichtet. Nach dem warmen Bad wird die Schildkröte an frisches Futter gesetzt. Meistens bieten wir als erstes Futter Eisbergsalat an. Die Schildkröte kann sich nun aussuchen, ob sie etwas fressen will oder doch lieber im Rest unserer Wohnung herumlaufen möchte. 

Manche Tiere fressen bei uns bereits am zweiten Tag nach dem Aufwachen. Hierbei handelt es sich in der Regel um die Steppenschildkröten. Andere Landschildkröten lassen sich auch gern eine Woche Zeit bis sie den ersten Bissen vom Salat fressen möchten. Diese Tiere trinken und baden dafür nach dem Aufwachen verstärkt. 

Man kann sich vorstellen, dass diese Übergangszeit nach dem Aufwachen für alle – auch für den Menschen – sehr anstrengend ist. Eine “Horde” Schildkröten täglich baden bzw. Stück für Stück die nächsten Tiere aus dem Winterschlaf holen – das bedeutet viel Arbeit. Alle Tiere zugleich baden – geht bei uns aufgrund der vielen Tiere auch nicht. Spätestens wenn alle Tiere wach sind und gebadet haben, ist richtig viel Bewegung in unserer Wohnung.

Dann hofft man, dass sie bald in ihr Freigehege überführt werden können.  ;-)

 

Der Übergang vom Aufwachen zum dauerhaften Aufenthalt im Freigehege

Seit einer Woche waren die Tage bereits ausreichend warm (und die Tiere auch vergleichsweise “wach”und aktiv), so dass wir sie an sonnigen Tagen bereits für ein bis drei Stunden im Freigehege hatten. Wer bis dahin noch nicht gefressen hatte, hat im “sonnigen” Freigehege damit angefangen.

Wichtig ist für uns, dass die Tiere in der Anfangszeit nach dem Aufwachen keinen Zug (insbesondere in der Wohnung) abbekommen und im Freigehege keiner windigen, regnerischen oder kalten Witterung ausgesetzt sind. Schließlich sollen die Tiere nach dem Aufwachen erst einmal wieder “zu Kräften” kommen. 

Seit gestern sind die Tiere nun inzwischen wieder dauerhaft im Freigehege untergebracht. Das bedeutet bei uns natürlich, dass die Nachtquartiere bei uns beheizt sind. Wer es also warm haben möchte, der kann einfach ins Haus gehen und wer die Sonne genießen möchte oder herumlaufen oder fressen möchte, der geht eben raus. Sollte es unerwartet wieder kälter werden, so werden wir die Tiere natürlich auch wieder in die Wohnung nehmen. 

 

Großes Missgeschick – Landschildkröte war verschwunden

Ein großes Missgeschick ist uns dennoch letzte Woche passiert. Das hätte einer Schildkröte fast das Leben kosten können… 

Folgendes war passiert:

Ich habe meinen Sohn gebeten, nach der Schule die Tiere in ihr Freigehege zu setzen und zu füttern. Als ich abends nach Hause kam, habe ich im Schildkrötenrevier noch etwas aufgeräumt, noch einmal neues Futter nachgelegt und die alten Überwinterungskisten entleert. Das alte Laub- und Grasgemisch aus den Kisten habe ich gleich in die Kompost-Box gekippt.

Anschließend wollte ich die Tiere wieder ins Haus bringen und stellte fest, dass genau eine Landschildkröte fehlte. Mein Sohn war leider nicht da – so konnte ich ihn auch nicht hierzu befragen.

Ich habe nun – über zwei Stunden (!) – das gesamte Gehege abgesucht. Dabei habe ich jeden Stein bestimmt fünfmal umgedreht, unter jeder Pflanze im Gehege nachgesehen, in der Schildkrötenbehausung mehrmals nachgesehen, den Boden im Gehege nahezu komplett abgetastet (falls sich das Tier eingegraben haben sollte). Dann habe ich die Abtrennung des Geheges genauestens untersucht. Möglicherweise war das Tier ausgebrochen. … natürlich habe ich nichts gefunden. Anschließend habe ich den Rest des Gartens abgesucht – … möglicherweise war die Schildkröte ja doch irgendwie ausgebrochen oder gar nicht hereingesetzt worden… Und zuletzt habe ich sogar noch die gesamte Wohnung auf den Kopf gestellt. Vielleicht wurde sie irgendwie in der Wohnung freigelassen und “vergessen”. Hier habe ich auch nichts gefunden.

Diese Landschildkröte ist nach dem Aufwachen im Kompost gelandet!

Diese Landschildkröte ist nach dem Aufwachen im Kompost gelandet!

Als nach drei Stunden mein Sohn nach Hause kam, wurde er von mir natürlich gleich mit vielen Fragen überfallen. …Was wurde genau und in welcher Reihenfolge gemacht? … Und da kam auch die Lösung nach längerer Diskussion: Er hatte eine Schildkröte in einer Überwinterungsbox vergessen.  … und ich habe deren Inhalt inzwischen natürlich komplett in die Kompost-Box gekippt. … ohne nachzusehen, ob da eine Schildkröten zwischen dem Laub versteckt ist…. Ich bin sofort zum Komposthaufen gestürmt, habe das Laub beiseite gewühlt  

… und da saß das Tier!

Es hat kein Wort gesagt und einfach nur nach oben gesehen …

  

 

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Wie können Landschildkröten in diesem milden Winter überwintern ?

Überwinterung von Landschildkröten bei mildem Winter

Der Winter bietet keine idealen Überwinterungsbedingungen für Landschildkröten (und natürlich auch für alle anderen wechselwarmen Tiere). Nun war bereits der vergangene Sommer 2011 nicht ideal für die Freilandhaltung, da kommt jetzt auch noch ein ungewöhnlicher Winter.

Zur Erinnerung: der Sommer war nicht wirklich heiß – aus Schildkrötensicht durchschnittlich zu kühl – und dafür hat es sehr häufig geregnet. Fazit: kühl, regnerisch mit wenig Sonneneinstrahlung. Die Tiere haben sich somit vergleichsweise wenig „Winterreserven“ zulegen können. Auch im Herbst war es kühl und regnerisch: Zum Fressen zu kalt und zum Schlafen zu warm und dann noch der unendlich andauernde Regen.

 

Milde Temperaturen im Winter 2011 / 2012

Temperaturen im Winter - November / Dezember 2011 in Berlin (Tegel); Quelle: www.wetterkontor.de

Temperaturen im Winter - November / Dezember 2011 in Berlin (Tegel); Quelle: www.wetterkontor.de

Und nun der Winter: In der ersten Hälfte ist der Winter nahezu komplett ausgefallen. Temperaturen zwischen 0 und 10 °C und vergleichsweise „sonnige“ Tage. Für die Überwinterung im Haus bedeutet das, dass die „Raum“-Temperaturen am Tage oftmals oberhalb 8 °C lagen (und auch noch die Sonne schien). Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Die Tiere kamen nicht zu Ruhe. Ihr Stoffwechsel war aktiver als er eigentlich sein sollte. Im ungünstigsten Fall würden die Tiere zwar nicht gleich verhungern, jedoch letztendlich verdursten.

Übrigens reagieren die Landschildkröten nicht nur auf steigende oder fallende Temperaturen. Sie „spüren“ im Frühjahr auch, dass draußen die Sonne scheint, ohne sie zu sehen!

 

Zur Kontrolle ist es daher in diesem Winter besonders wichtig, ein Protokoll zu führen und die Überwinterungsbehälter regelmäßig zu wiegen. Die Faustregel besagt, dass man bei einem Gewichtsverlust ab 5 Prozent das Tier wieder auswintern sollte. Wird sogar ein Gewichtsverlust von 10 Prozent und mehr festgestellt, ist es empfehlenswert mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen.

Grundsätzlich wachen die Landschildkröten auf, wenn ihnen die Fettreserven ausgehen. Spätestens in diesem Fall sollte das Aufwachen bemerkt werden und das Tier ausgewintert werden.

Wir haben unsere Tiere nicht – wie viele Liebhaber von Landschildkröten – im Kühlschrank zur Überwinterung untergebracht. Daher waren wir Ende Januar kurz davor, alle Tiere komplett aus ihrer Winterruhe zu holen. Wir sind davon ausgegangen, dass der Winter in diesem Jahr ausgefallen ist und nun auch gar kein „richtiger“ Winter mehr kommen wird.

… Das war natürlich falsch. Glücklicherweise ruhen unsere Tiere nun noch…

 

Tiefe Temperaturen im Winter 2011 / 2012

Temperaturen im Winter – Januar / Februar 2012 in Berlin (Tegel); Quelle: www.wetterkontor.de

Temperaturen im Winter – Januar / Februar 2012 in Berlin (Tegel); Quelle: www.wetterkontor.de

Überraschender Weise sind die Temperaturen im Februar ruckartig gesunken (siehe Grafik). Wir sind (aus Sicht der Landschildkröten) froh. Doch wer seine Tiere im Freiland überwintert, sollte jetzt jedoch bei Temperaturen von bis zu -20 °C (und das mitten in Berlin) besonders auf seine Tiere achten. Überwinterungstemperaturen unter 0 °C sind für die Tiere tödlich. Das bedeutet auch im Freiland sollten die Tiere eine frostfreie (!) Umgebungstemperatur von ca. 4 bis 6 °C besitzen. Eventuell sind die Schutzvorrichtungen (vor Kälte) zu erhöhen.

 

Dauer der Winterruhe

Die “normale” Winterruhe ist natürlich für einige Landschildkröten jetzt bereits eigentlich vorbei. Im milden Winter wurden sie von uns in Winterruhe „geschickt“ und jetzt bei strengem Winter und Frost sollten die Tiere wieder ausgewintert werden. Insgesamt sind mindestens 3 bis 4 Monate Winterruhe für alle Landschildkröten zu empfehlen. Eine Winterruhe von bis zu 5 Monaten ist möglich bei Testudo boettgeri oder Testudo marginata. Noch längere Winterphasen ist die Steppenschildkröte (horsfieldi) „gewohnt“. Sie verträgt sogar bis zu 8 Monate
Winterruhe. Etwas empfindlicher sind hingegen Testudo hermanni und hercegovinensis. Hier sollte die Ruhephase im Winter kaum über die besagten 3 bis 4 Monate hinausgehen.

 

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Naturgarten für Landschildkröten

Futtersuche der Landschildkröten im Naturgarten

Landschildkröten erhalten in der Natur eine unglaubliche Abwechslung an Futter. Nun sind Landschildkröten nicht unbedingt Tiere, die sich abwechslungsreich ernähren möchten. Vielmehr ist es so, dass die “Sahnestückchen” nicht ständig am Wegesrand zu finden sind und daher verschiedene Gräser und Kräuter “angetestet” werden. Die meiste Zeit sind die Landschildkröten daher unterwegs und kosten mal hier und mal da.

Der Organismus hat sich auf diese Artenvielfalt eingestellt und die Aufgabe des Schildkrötenbesitzers ist es nun, ebenfalls eine große Artenvielfalt im Nahrungsangebot zu erlangen. Dabei sollte man sich jedoch nicht unbedingt an den Vorlieben der Schildkröten orientieren, sonst landet man schnell bei nur maximal drei Sorten – nämlich bei denen, mit welchen das Tier angefüttert worden ist.

Naturgarten ; Foto: Susanne Schmich / pixelio.de

Naturgarten ; Foto: Susanne Schmich / pixelio.de

Das ist wie bei uns Menschen: Schokolade schmeckt sicherlich gut, aber als Hauptnahrung ist sie denkbar ungeeignet und führt zu Mangelerscheinungen. Ähnlich würde es den Schildkröten gehen, wenn sie sich hauptsächlich von Eisbergsalat oder von Äpfeln ernähren würden.

 

Der Naturgarten

Eine ideale Ergänzung zum naturbelassenen Freilandgehege der Schildkröten, ist angrenzend ein kleiner Naturgarten. Dieser rundet das Erscheinungsbild des Schildkrötengeheges wunderbar ab (-oder umgekehrt: das Schildkrötengehege passt wunderbar in einen Naturgarten).

Der besondere Nebeneffekt: Ist der Naturgarten geschickt gestaltet, so können regelmäßig einige Pflanzen entnommen werden und in das Schildkrötenrevier gepflanzt werden. … bis diese Pflanzen wieder aufgefressen sind. Die Schildkröten haben so auch im Freigehege die Möglichkeit auf Futtersuche zu gehen. … vorausgesetzt man pflanzt das Futter nicht stets an die gleichen Stellen und richtet keinen festen Futterplatz ein. Besonders interessant sind auch einige Kletterfelsen oder Sandlöcher zum wandern und Futter suchen. Lediglich eine Wasserstelle sollte ihren festen Platz haben.

 

Futter für Landschildkröten aus dem Naturgarten

Neben typischen Gräsern und Kräuern aus einem Naturgarten, ist auch besonderes Augenmerk auf spezielle nahrhafte oder leckere Pflanzen für Landschildkröten zu achten. Beispiele hierfür sind Topinambur oder Golliwoog.

Gräser oder Kräuter, die aus Sicht der Landschildkröten nicht so “willkommen” sind, jedoch eigentlich sehr “gesund”, können auch dem anderen Futter untergemengt werden. Beispielsweise besitzt Topinambur neben sehr günstigen Inhaltsstoffen auch einen sehr hohen Anteil an Ballaststoffen. Da es nicht so gern gefressen wird – im Vergleich zum “zarten” – jedoch wenig inhaltsreichen- Eisbergsalat, kann man einen Mix aus kleingehäxelten Blättern geben: Topinambur + Gurke + (manchmal auch zusammen mit Eisbergsalat oder Löwenzahn oder Klee o.ä.).

Dieser Mix wird erfahrungsgemäß sehr gern genommen.

In einem Natur- oder Kräutergarten ist es das Schwierigste, eine ansprechende Mischung aus “Garten” und den naturbelassenen Kräutern und Gräsern zu erzielen. Hierbei ist insbesondere die Integration von Löwenzahn, Klee, Luzerne, Topinambur etc. sehr schwierig.

Weitere Hinweise zur Einrichtung und zur Pflege eines Naturgarten ‘s findet man beispielsweise in der Zeitschrift Kraut & Rüben.

 

Video – Landschildkröte frisst im Freigehege

Landschildkröte frisst im Freigehege

Winterruhe bei Landschildkröten

Winterruhe für Landschildkröten - Foto: dassi87/pixelio.de

Winterruhe für Landschildkröten - Foto: dassi87/pixelio.de

Die Winterruhe ist für die Landschildkröten ein notwendiges “Übel”. Man kann es vielleicht mit dem erforderlichen Schlaf in der Nacht vergleichen. Dieser wird einfach benötigt, um am nächsten Tag wieder “fit” zu sein.

Landschildkröten geht es mit der Winterruhe ähnlich. Der Organismus hat sich im Laufe der Evolution darauf eingestellt, dass es im Winter zu kalt ist und nicht genügend Nahrung im Angebot ist. Also werden die Körperabläufe “einfach” stark verlangsamt. Stoffwechsel, Herzschlag und Atmung werden reduziert und die Tiere überwintern in einer Art Winterruhe (oftmals auch nicht ganz korrekt als Winterschlaf bezeichnet).

Im nächsten Frühjahr sind die Tiere “ausgeruht” und wieder voller Energie.

 

Zeitraum für die Winterruhe 

In unseren Breitengraden haben die Landschildkröten eine natürliche Winterruhephase von Oktober bis Ende März. Sind die Schildkröten noch sehr jung oder möglicherweise nicht kräftig genug, so ist es empfehlenswert die Winterruhe vorzeitig zu beenden. Gleiches gilt, wenn der Winter ungewöhnlich lang anhält oder er vielleicht sogar zu mild für einen durchgehenden Winterschlaf ist.

Als Faustregel können grundsätzlich etwa 3 bis 4 Monate als guter Zeitraum angesehen werden. Hin und wieder sollte jedoch überprüft werden, ob die Tiere wirklich noch ruhen. Wer es genau wissen möchte, der kann die Tiere regelmäßig wiegen (am besten mit der “Schlafbox” – um die Tiere in ihrer Winterruhe nicht zu stören). Zehn bis Fünfzehn Prozent Gewichtsverlust während der Winterruhe sind absolut im Rahmen.

Als günstig erweist es sich, wenn die natürliche Witterung im Herbst genutzt wird. Das bedeutet, dass die aktive Phase der Landschildkröten nicht durch künstliche Beleuchtung oder Beheizung verlängert wird. Die Landschildkröten nutzen so den natürlichen Rhythmus: Wenn es kälter und dunkler wird, stellen sie automatisch ihre Aktivitäten ein. Sie fressen weniger, nehmen immer seltener ein Sonnenbad, vergraben sich viel häufiger (und tiefer), bleiben in ihrer Behausung und haben insgesamt viel weniger Appetit.

 

Bewährte Vorbereitung zur Winterruhe

  • Die Tiere 2 bis 3 mal an verschiedenen Tagen bei lauwarmen Wasser baden, so dass sie ihren Darm entleeren und nochmals etwas trinken können.
  • Nicht mehr zuheizen bzw. Temperaturen herunterfahren, so dass Temperaturen von unter 18 °C bzw. unter 16 °C am Tag erreicht werden. In der Nacht können die Temperaturen noch stärker absinken ( … dennoch auf Frostfreiheit achten!)
  • keine künstliche UV-Bestrahlung

 

Unterbringung der Tiere während der Winterruhe

Zur Unterbringung der Landschildkröten gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Am günstigsten erweist sich ein Freiraum – beispielsweise ein frostfrei (!) gehaltenes Gewächshaus – indem sich die Tiere selbst eingraben können und im Frühjahr selbst wieder erwachen können. Eventuell kann der Ruhebereich zusätzlich auch mit einem großen Laubhaufen überdeckt werden.
  2. Überwinterung im Freiland - in einer Kiste, die bis in den frostfreien Bodenbereich eingegraben wird. Möglicherweise kann noch ein großer Laubhaufen oberhalb der Eingrabungsstelle aufgebracht werden. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass keine hungrigen Raubtiere (Füchse, Ratten, Marder etc.) die Schildkröten ausgraben und verspeisen können.
  3. Behälter (Holzkisten, Stiegen, eventuell Einkaufskisten oder Wäschekörbe – sofern die Tiere nicht herausklettern können oder beim Klettern auf den Rücken fallen können): Diese Behälter sollten recht groß sein - ca. 70 cm im Durchmesser. Als Füllung der Kiste eignen sich Laub (am besten Buchenlaub), Torfmoos, Rindenhäcksel eventuell auch etwas Gartenerde oder Sand. Das Ganze sollte den Tieren die Möglichkeit geben, sich einzugraben. Es sollte etwas feucht sein, aber nicht zu feucht. Dieser Behälter sollte unbedingt auch belüftet sein.
  4. Die ungünstigste Variante: Unterbringung im Kühlschrank. Der Nachteil dieser Lösung ist vor allem darin zu sehen, dass die Tiere nur in sehr kleinen Behältern untergebracht werden können und dass unbedingt auf ausreichende Luftzufuhr geachtet werden muss. Das bedeutet, dass die Kühlschranktür regelmäßig zu öffnen ist. Achtung: Landschildkröten merken auch im Kühlschrank, wenn es Frühjahr wird!

 

Temperaturen während der Winterruhe:

Die Temperaturen sollten im Idealfall zwischen 5 °C und 10 °C liegen. Müssen die Tiere im unbeheizten Keller untergebracht werden, so ist zuvor zu überprüfen, ob diese Temperaturen auch eingehalten werden. Viele Keller erweisen sich als zu warm!

In diesem Fall sollte man überlegen, ob eine Überwinterung im Freiland möglich ist.

 

Beginn der Winterruhe

In den ersten Tagen der Winterruhe ist stets zu überprüfen, ob sich alle Tiere auch an die “verordnete” Winterruhe halten. Gerade Tiere, die ihre erste Winterruhe durchführen, möchten sich manchmal noch nicht gleich damit abfinden. Ebenfalls kann es große Schwierigkeiten mit Landschildkröten geben, die bereits viele Jahre alt sind und bisher noch gar keine Winterruhe kennengelernt haben.

Erfahrungsgemäß ist in diesen Fällen lediglich die Anfangszeit schwieriger. Doch letztendlich schlafen diese Landschildkröten genauso gut wie die anderen Tiere … und wachen ebenfalls aus ihrer Winterruhe wieder auf.

 

Ähnliche Beiträge:

 

Hier noch ein interessantes youtube – Video (von hmts02) - auch wenn es nicht viel mit dem Thema Winterruhe von Landschildkröten zu tun hat:

Landschildkröte in der Wohnung

www.schildis.at Speedy, unsere Griechische Lanschildkröte ist superschnell! Eine Landschildkröte verfolgt mich mit riesen Schritten …
 

Neue Landschildkröten – Winterruhe Auktionen auf eBay:

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