Archiv für die Kategorie „2. Landschildkröten als Haustier“

Geschlechtsunterschied zwischen Männchen und Weibchen

Wie kann man den Geschlechtsunterschied zwischen Männchen und Weibchen bei Landschildkröten erkennen?

Leider ist bei jungen Landschildkröten der Geschlechtsunterschied noch nicht erkennbar. Kein Züchter (auch nicht der erfahrenste Züchter!) kann bei frisch geschlüpften Tieren feststellen, ob es sich bei dem Tier um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Frisch geschlüpfte Tiere sehen alle aus, wie kleine Weibchen. Erst später prägen sich die offensichtlichen Merkmale (Wachstum des Penis) aus. Aufgrund der Unkenntnis über den Zusammenhang zwischen Bruttemperatur und dem Geschlecht der schlüpfenden Landschildkröte, sind in der Vergangenheit überwiegend männliche Landschildkröten gezüchtet worden. Auch bei Berücksichtigung der Bruttemperatur ist es nicht mit Sicherheit möglich ausschließlich Weibchen zu züchten!

 

Der Geschlechtsunterschied

Der Geschlechtsunterschied lässt sich, je nach Wachstumsgeschwindigkeit des Jungtieres, nach etwa vier bis sechs Jahre langsam erkennen. Geschlechtsreif sind die Tiere selbst erst später. Männchen schätzungsweise ab dem siebenten Lebensjahr und Weibchen ab dem achten Lebensjahr. Auch dieses ist wieder von der Wachstumsgeschwindigkeit der Schildkröte abhängig.

Für griechische Landschildkröten, ebenfalls auch für maurische Landschildkröten und für Breitrandschildkröten gilt Folgendes zum Geschlechtsunterschied:

Das wohl auffälligste Merkmal ist, dass das (erwachsene) Männchen einen deutlich längeren Schwanz und eine sehr dicke Schwanzwurzel besitzt (siehe Foto). In diesem Schwanz befindet sich (ein riesiger Penis). Dieser wird nicht nur zum Geschlechtsverkehr, sondern auch manchmal beim Baden oder beim Kot- und Urinabsetzen ausgefahren. Im Laufe der Jahre wird ebenfalls der Hornnagel am Schwanzende immer größer. Damit wird beim Aufreiten der Panzer des Weibchens angehoben und das Weibchen stimuliert. Ein weiterer – jedoch manchmal eher unscheinbarer Unterschied – ist die Wölbung des Bauchpanzers. Während der Bauchpanzer beim Weibchen eher nach außengewölbt ist, ist der Bauchpanzer der Männchen eher nach innen gewölbt.  Auch diese Wölbung dient dem Männchen einer besseren Fixierung auf dem Rücken des Weibchens.

 Bei ausgewachsenen Tieren ist ein weiterer Unterschied deutlich erkennbar: Die Weibchen sind tendenziell deutlich größer und deutlich schwerer als die Männchen.

Weitere kleine Unterschiede sind sicherlich für den erfahrenen Züchter von Bedeutung. Wer jedoch nur ein oder zwei Tiere – ohne weitere Vergleichsmöglichkeiten hat –  kann diese Feinheiten nicht erkennen. Hier sind insbesondere Unterschiede im Abstand der Kloakenöffnung oder in der Schildform des Analschildes oder der Wölbung des hinteren Randschildes zu nennen.

Geschlechtsunterschied - ausgewachsenes Männchen mit langem, dicken Schwanz und großem Hornnagel

Geschlechtsunterschied - ausgewachsenes Männchen mit langem, dicken Schwanz und großem Hornnagel

 

Geschlechtsunterschied - ausgewachsenes Weibchen mit kurzem Schwanz und kleinem Hornnagel

Geschlechtsunterschied - ausgewachsenes Weibchen mit kurzem Schwanz und kleinem Hornnagel

 

 

Geschlechtsunterschied – Noch ein kleiner Tipp:

Wer sich nun also zwei Tiere kaufen möchte, sollte möglichst zwei kleine Weibchen kaufen. Diese können dauerhaft problemlos zusammen gehalten werden. Sollten diese Jungtiere zwischendurch aufeinander aufreiten, so hat das noch nichts zu sagen. Sollte ein Tier natürlich erste Eier legen, so kann man sich sicher sein, dass es tatsächlich ein Weibchen ist.

Nicht selten kommt es jedoch vor, dass eines der vermeintlichen Weibchen dann doch auf einmal einen dicken Schwanz bekommt – spätestens dann ist klar, dass es sich hier um ein junges Männchen handelt. Sofern sich jedoch beide Tiere als Männchen erweisen, hat man ein großes Problem. Zwei Männchen können auf Dauer nicht zusammen gehalten werden, schon gar nicht in einem naturgemäß „kleinen“ Terrarium ….

 

Weitere Beiträge zum Thema Geschlechtsunterschied und Haltung von Landschildkröten:

Die Schildkröten – Ein Beitrag von Kindern für Kinder

Die Schildkröten

… Und nun wieder ein neuer Beitrag zum Thema Schildkröten von unserem Sohn (8 Jahre):

 

 

Schildkröten - M.S. (8 Jahre)

Schildkröten - M.S. (8 Jahre)

Die Schildkröten leben in unserem Garten in Berlin und ernähren sich von Gräsern und Kräutern. Am liebsten fressen sie die jungen und noch ganz frischen Blätter des Salates und Löwenzahnes. Landschildkröten möchten viel laufen und nicht schwimmen. In der Nacht schlafen die Schildkröten in einem großen Schildkrötenhaus.

Bei der Geburt sind Schildkröten so klein wie ein Eurostück und wiegen weniger als 20 Gramm, das ist so schwer wie sieben Stücken Würfelzucker oder ein Füller. Schildkrötenbabys schlüpfen aus Eiern und können bereits sehen und laufen. Schildkrötenbabys haben einen ganz weichen Panzer und brauchen viel Wärme.

Schildkröten können so alt wie Menschen werden.

 

 

Hier wieder ein Youtube-Video über Schildkröten:

Landschildkröte Oskar gibt Gas (Breklum; von 308Tina)

 

Ähnliche Beiträge – Schildkröten & Kinder

Tipps zur Ernährung von Landschildkröten von Kindern für Kinder

Landschildkröten & Kinder

 

Ernährung der Landschildkröten; Bild: M.S.

Ernährung der Landschildkröten; Bild: M.S.

Ich freue mich, heute einen Beitrag meines achtjährigen Sohnes zum Thema Ernährung von Landschildkröten präsentieren zu können. Es wurde redaktionell nichts geändert:

 

• Landschildkröten fressen gern Löwenzahn und es ist gesund für die Verdauung.

• Landschildkröten fressen auch gern Äpfel. Aber nicht zu viele Äpfel den Schildkröten geben! Sonst kriegen sie Durchfall.

• Salat ist gesund für die Schildkröten.

• Landschildkröten fressen gern Pflaumen. Aber nicht zu viele Pflaumen! Sonst kriegen sie Durchfall.

• Milch dürfen sie auch nicht trinken. Sonst werden sie krank.

• Milchreis dürfen sie nicht essen. Sonst werden sie krank.

• Nudeln dürfen sie auch nicht essen. Sonst werden sie krank.

• Weißbrot dürfen sie auch nicht essen. Sonst werden sie krank.

 

Landschildkröten dürfen fressen:

• Kräuter fressen die Schildkröten sehr gern.

• Kalk fressen die Schildkröten auch sehr gern. Kalk kriegt man von den Eierschalen. Die Eierschalen kann man ganz klein drücken und bei den Landschildkröten verstreuen.

 

Steppenschildkröte – Russische Landschildkröte – Vierzehen Landschildkröte

Steppenschildkröte – Russische Landschildkröte – Vierzehen Landschildkröte

Steppenschildkröte

Steppenschildkröte

Ebenfalls stark als Haustier vertreten sind die so genannten ” Vierzehen Landschildkröten “ oder auch ” Steppen Landschildkröten ” oder auch ” Russische Landschildkröten ” genannt. Wie die zahlreichen Namen bereits ankündigen, sind diese Tiere Steppen-Bewohner und stammen aus dem asiatischen Raum.

 

Steppenschildkröte – Klassifizierung und Monographie 

 

Klasse: Kriechtiere (Reptilia)

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)

Familie: Landschildkröten (Testudinidae)

Gattung: Testudo

 

Art: Vierzehen Landschildkröte  / Steppenschildkröte   ( Testudo horsfieldii )

Unterarten:

Aktuell wird in drei Unterarten unterschieden:

  • Testudo horsfieldii horsfieldii (Gray, 1844)  
  • Testudo horsfieldii rustamovi (Chikhikvadze et al., 1990) 
  • Testudo horsfieldii kazachstanica (Chikhikvadze, 1988)

  

Steppenschildkröte – Typische Merkmale:

  • Sehr flacher und ebener Rückenpanzer, von oben meist rundlich wirkend
  • das auffälligste Merkmal: “nur” 4 Krallen an den Vorderfüßen (- an den Hinterfüßen 5 Krallen)

 

Größe:

  • Weibchen: bis ca. 25 cm
  • Männchen: etwas kleiner (bis ca. 20 cm)

 

Gewicht:

  • bis ca. 700 g bis 2.000 g 

 

Alter:

 Diese Landschildkröten können unter guten Bedingungen 50 bis 100 Jahre alt werden – vergleichbar mit dem Alter von Menschen.

 

Natürlicher Lebensraum:

  • Steppen Mittelasiens, zum Teil Sand und Lehmwüsten (Kaspisches Meer, Kasachstan bis nach West-China)
  • Steppen/Savannengebiete, teilweise mit trockenen und heißen Sommern und kalten Wintern
  • viel Sonne, zahlreiche Verstecke (in Erdhöhlen)
  • insgesamt wenig Niederschläge

 

Lebensweise:

Steppenschildkröte ist ein tagaktives und wechselwarmes Tier. Insgesamt kann dieses Tier Temperaturschwankungen und insbesondere kühlere Sommertage besser “verkraften” als beispielsweise die Griechischen Landschildkröte. Das bedeutet, dass die Steppenschildkröte auch bei ungemütlicher Witterung eher noch aktiv ist. Typisch ist insbesondere ihre Vorliebe zum Graben. Auch im Freigehege können meterlange Gänge schnell ins Freiland führen, wenn keine entsprechende Absicherung getroffen wurde. 

Bekannt ist die Steppenschildkröte auch dafür, dass sie manchmal eine kleine Sommerruhephase einlegt; das heißt sie zieht sich eine zeit-lang in eine Höhle zurück und reduziert auch ihre Nahrungsaufnahme. Diese Schildkrötenart hat sich in dieser Form auf das schlechte Nahrungsangebot im heißen und trockenen Hochsommer eingestellt.

In ihrer Lebensweise ist sie durchaus mit den griechischen Landschildkröten vergleichbar:

Temperaturen sollten im Sommer tagsüber nicht unter 18 °C absinken. Sie sind bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C am aktivsten. In den kalten Monaten halten die Tiere Winterruhe (bei Temperaturen zwischen 4-10 °C).

 

Nahrung der Steppenschildkröte:

  • ist überwiegend Pflanzenfresser (herbivore)
  • Blätter, Gräser, Kräuter und unbedingt auch Wasser! 
 
Hier noch ein schönes youTube – Video einer fressenden Steppenschidkröte im Freiland (by frankforterwortscht):

Video Steppenschildkröte

Haltung von Landschildkröten im Terrarium

Landschildkröten im Terrarium

Ist die dauerhafte Haltung von Landschildkröten im Terrarium möglich, auch wenn kein Garten vorhanden ist?

Gerade in Berlin wird häufig die Frage gestellt, ob man Landschildkröten auch dauerhaft im Terrarium halten kann, da kein Garten vorhanden ist. 

Landschildkröten im Terrarium

Landschildkröten im Terrarium

Grundsätzlich sind meine Erfahrungen, dass die Pflege der Landschildkröten im Terrarium – auch ohne Garten – möglich ist, wenn noch ein Balkon, eine Terrasse oder etwas ähnliches existiert, so dass die Tiere im Sommer auch direktes Sonnenlicht “tanken” können.  

Ansonsten ist das Terrarium immer als Kompromiss zu sehen. Wer sich hierfür entscheidet, muss sich wesentlich mehr mit den Lebensgewohnheiten und den natürlichen Bedürfnissen der Tiere befassen, als ein Halter mit einem Freigehege. Diese natürlichen Gegebenheiten sollten sich möglichst genau im Terrarium widerspiegeln, damit man nicht Gefahr läuft, dass die Landschildkröten langfristig darunter gesundheitlich leiden müssen.

Terrarium für Landschildkröten

 1. Terrarium – Größe

 Für kleine Landschildkröten muss das Terrarium noch nicht allzu groß sein. Jedoch benötigen zwei ausgewachsene Landschildkröten mit einer Größe von jeweils ca. 25 cm bereits eine Terrariengröße von ca. 2 Quadratmeter (z.B. 2 Meter lang und 1 Meter breit). Für jedes weitere Tier sollte dann auch mindestens ein halber Quadratmeter an Terrarienfläche hinzugerechnet werden.

 

 

2. Terrarium – Bodengestaltung und Einrichtung

Für den Boden eigenen sich Substratgemische aus Sand und Gartenerde (natürlich ungedüngt) oder auch aus Rindenmulch. Der Boden sollte feucht (jedoch nicht nass) gehalten werden und die Landschildkröten sollten sich eingraben können. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Einrichtung: eine kleine Höhle bzw. Bepflanzungen als Versteck, eine flache Wasserschale, eventuell etwas zum klettern … 

 

 

3. Terrarium – Lüftung

Damit die Landschildkröten ausreichend Luft bekommen und kein Hitzestau auftreten kann, sollte im oberen Bereich eine größere Lüftungsöffnung (z.B. Lochplatte) vorhanden sein. Auf jeden Fall muss auf Zugfreiheit geachtet werden.

 

Video: Testudo graeca aus dem Onlineshop: www.awe-terraristik.de 

4. Terrarium – Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist ein eigenes Thema für sich. Gerade auf diesem Gebiet reagieren die Landschildkröten sehr sensibel. Die Beleuchtung sollte die natürlichen Gegebenheiten bestmöglich widerspiegeln. Es ist daher ein Licht mit einem möglichst hohem UV-Anteil zu wählen. Hier gibt es im Handel spezielle Leuchtstoffröhren für Reptilien.

 

 

Die Intensität kann ferner durch die Wahl eines Reflektors deutlich erhöht werden. Bei Neuanschaffung von Leuchtstofflampen empfiehlt es sich die neuen T5-Röhren zu verwenden. Diese bringen bei gleichem Stromverbrauch eine wesentlich stärkere Lichtleistung.  

 

 

5. Terrarium – Wärmezufuhr

Bei Bedarf muss durch die notwendige Wärmezufuhr durch eine Wärmeplatte oder durch Wärmestrahler erfolgen. Aber Vorsicht – die Tiere sollen nicht “gegrillt” werden. Temperaturen über 40 °C sollten nicht überstiegen werden.

 

 

Programmierbare Schaltuhren sorgen für den natürlichen Tag- und Nachtrhythmus hinsichtlich der Beleuchtung und des Temperaturverlaufs im Terrarium.

 

 

6. Terrarium – Besonderheiten in der Fütterung

 Während sich die Tiere im Freigehege selbst entscheiden können, wann sie sich in die Sonne legen und wann sie in den Schatten gehen, ist dieser Rhythmus im Terrarium technisch vorgegeben und immer konstant.

 

 

Analog verhält es sich mit dem Futter. Die Tiere können nicht frei entscheiden, was sie fressen möchten. Sie sind auf die Futtergaben angewiesen. Auch zu reichhaltiges Futter kann zu gesundheitlichen Folgeschäden führen. Analog kann es in Terrarienhaltung erforderlich sein, Vitamine und Kalzium zusätzlich zu verabreichen. Die Gefahr liegt auch hierbei wieder in der Überdosierung dieser Zugaben.

 

 

 

7. Winterruhe

Auch Landschildkröten im Terrarium benötigen eine Winterruhe für ihren natürlichen Biorhythmus. Hier ist vor Beginn der Winterruhe eine abfallende Terrarientemperatur im Herbst zu simulieren.  

 

 Fazit:

Auch wenn kein Garten vorhanden ist, kann die Haltung von Landschildkröten möglich sein. Versuchen Sie den Landschildkröten jedoch so oft wie möglich, den Zugang zu natürlicher Sonne zu gewähren. Das Terrarium muss vergleichsweise groß sein und benötigt eine sehr gute technische Ausstattung, um annähernd den Ansprüchen von Landschildkröten gerecht zu werden.

 

 


Griechische Landschildkröten als Haustier

Griechische Landschildkröten

Zu den häufigsten als Haustier gehaltenen Landschildkröten gehört die so genannten ” Griechischen Landschildkröten “. Das hat natürlich auch seinen Grund: Sie ist relativ einfach zu halten. Die Zucht gelingt inzwischen auch sehr gut … und nicht zuletzt kann man sie immer noch in freier Wildbahn antreffen und “mitnehmen” – auch wenn dieses natürlich strengstens verboten ist!

 

Griechische Landschildkröten – Klassifizierung und Monographie 

 

Klasse: Kriechtiere (Reptilia)

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)

Familie: Landschildkröten (Testudinidae)

Gattung: Testudo

Art:  Griechische Landschildkröte     ( Testudo hermanni )

Unterarten:

Testudo hermanni boettgeri

Diese östliche Unterart erweist sich als deutlich robuster in unseren Gegenden. 

Testudo hermanni hermanni

Diese südliche Unterart ist etwas empfindlicher, äußerlich aber kaum von der östlichen Unterart zu unterscheiden. Tendenziell sind manche Tiere etwas heller und intensiver in ihrer Färbung und manche Tiere haben helle Flecken hinter den Augen. Letztendlich sollten die “Papiere” Auskunft über die Art und Unterart geben.  

 

 

Griechische Landschildkröten - Testudo hermanni boettgeri

Griechische Landschildkröte - Testudo hermanni boettgeri

 

Griechische Landschildkröten – Typische Merkmale:

  • Randschild am Rückenpanzer ist über dem Schwanz in der Mitte geteilt (im Gegensatz zur Maurischen Landschildkröte Testudo graeca)
  • Schwanzspitze mit hornigem Endnagel

Größe:

  • Weibchen: bis ca. 30 cm
  • Männchen: etwas kleiner (bis ca. 25 cm)

Gewicht:

  • bis ca. 1.000 g bis 2.500 g 

Alter:

Griechische Landschildkröten können unter guten Bedingungen 50 bis 100 Jahre alt werden – vergleichbar mit dem Alter von Menschen.

Natürlicher Lebensraum:

  • Süd- und Südosteuropa sowie Nordafrika
  • Weite Landschaften mit kargen z.T. horstbildenden Gräsern und Sträuchern und zahlreichen halboffenen sandig-kiesigen bis steinigen Flächen.
  • viel Sonne und Schatten

Lebensweise:

Griechische Landschildkröten sind tagaktive und wechselwarme Tiere. Typisch ist insbesondere ihre Vorliebe zum Klettern.

Temperaturen sollten im Sommer tagsüber nicht unter 18 °C absinken. Sie sind bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C am aktivsten. In den kalten Monaten halten die Tiere Winterruhe (bei Temperaturen zwischen 4-10 °C.

Nahrung:

  • sind überwiegend Pflanzenfresser (herbivore)
  • Blätter, Gräser, Kräuter und unbedingt auch Wasser! 
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Hier noch ein schönes youTube – Video einer griechischen Landschildkröte im Freiland (by geradoinguscio):

Meine weibliche Landschildkröte “Emil”

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Ähnliche Beiträge:

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Literaturempfehlung:

Die griechische Landschildkröte: Testudo hermanni boettgeri

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Landschildkröten und Kinder

Sind Landschildkröten als Haustier für Kinder geeignet?

Landschildkröten & Kinder

Landschildkröten & Kinder

 

Immer wieder ist zu hören und zu lesen, dass Landschildkröten sich nicht als Haustier für Kinder eignen. Das kann ich aus eigener Erfahrung jedoch so überhaupt nicht bestätigen. 

 

 

 

 

Faszination Landschildkröten

Viele der heutigen Schildkröten – Züchter haben irgendwann als Kinder ihre erste Landschildkröte geschenkt bekommen. Vielleicht gab es auch Haltungsfehler, Ernährungsfehler oder Fehler im Umgang mit den Tieren – aber das passiert Erwachsenen ebenfalls. Landschildkröten sind einfach faszinierend – auch für Kinder. Der Umgang mit diesen Tieren kann viel Spaß machen und ist sehr lehrreich – auch wenn die Tiere manchmal als “Spielkamerad” angesehen werden.

Ich persönlich habe gerade zu meinen ersten beiden Landschildkröten eine ganz persönliche “Bindung” aufgebaut. Sie sind für mich das “Herzstück” meiner gesamten Anlage. Diese beiden sind deutlich zutraulicher, kommen sofort angerannt und klettern ständig über meine Füße. 

 

“Spielregeln” im Umgang mit Landschildkröten für Kinder

  • Landschildkröten können in der Regel nicht schwimmen. Das Tier ist also nur im flachen Wasser zu baden, so dass der Schildkrötenkopf aus dem Wasser schaut und das Tier nicht ertrinken kann. 
  • Landschildkröten haben Höhenangst. Diese Tiere bekommen panische Angst, wenn sie ständig hochgehoben und herumgetragen werden. Gerade Kinder müssen diesen Punkt erst verstehen lernen.
  • Landschildkröten dürfen niemals fallen gelassen werden. Wenn das Tier hochgehoben wird, dann muss es unbedingt festgehalten werden – auch wenn es vor Angst anfangen sollte zu zappeln oder wenn es vor Angst sich “in die Hose” macht.
  • Landschildkröten dürfen nicht lange auf dem Rücken liegen. Sollte ein Tier auf den Rücken gefallen sein, so ist es unbedingt wieder umzudrehen (sofern es das nicht aus eigener Kraft schaffen sollte).
  • Fremde Kinder dürfen die Landschildkröten ansehen, aber nicht hochheben. … es sei denn sie kennen bereits die zuvor genannten “Spielregeln”.

 

Beliebte ” Schildkröten – Spiele ” – nicht nur für Kinder

  • Füttern. Viele verschiedene Gräser, Kräuter und Blütenstände, die auf den Wiesen wachsen, sind sehr beliebt bei den Tieren. Hier kann man auch immer wieder etwas Neues ausprobieren.
  • Baden. Landschildkröten lieben es zu baden. Handwarmes Wasser ist perfekt, so dass nur die Beine und der Bauch im Wasser liegen.
  • Duschen. An heißen Tagen mögen die Tiere auch gern eine Dusche. Dafür eignen sich handelsübliche Sprüher für Pflanzen oder kleine Gießkannen. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu kalt ist und die Wassermenge bzw. der Strahl nicht zu viel ist.
  • Rücken kratzen. Kaum zu glauben, aber Schildkröten lieben es auf dem Rücken vorsichtig gekratzt zu werden (… natürlich nur wenn sie es gewohnt sind). Sie rekeln sich dabei sogar. 
  • Sonnenbaden. Schildkröten brauchen Sonnenstrahlung. Sie genießen den Platz an der Sonne regelrecht. Allerdings müssen sie in der heißen Mittagssonne auch die Chance auf ein schattiges Plätzchen haben.
  • Viiiiiiel Auslauf. Schildkröten gehen gern auf Wanderschaft. Wenn Sie beaufsichtigt werden, können sie also auch jederzeit neue Wiesen selbst erkunden. Achtung, die Landschildkröten nicht aus den Augen lassen, sonst sind sie schnell verschwunden.  

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Dieses Video habe ich auf youTube (by KalleKuemelich) gefunden:

Griechische Landschildkröte – Frühstück im Bett

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Literaturempfehlung:

Landschildkröten

Die urtümlichen Panzertiere sind die Klassiker unter den Terrarientieren. Dieser Ratgeber für Erwachsene und Kinder stellt die beliebtesten Arten vor und zeigt Schritt für Schritt, wie man naturnahe und artgerechte Lebensräume für Landschildkröten gestaltet.

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